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Earthling

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Umarex X.B.G
« am: Januar 29, 2013, 03:48:50 Nachmittag »
Mein Testbericht über die Umarex X.B.G Co2-Pistole.

Als ich vor einigen Wochen mal wieder die diversen Waffen-Onlineshops nach Neuheiten durchstöberte stieß ich bei Begadi auf eine neue 4,5mm BB Co2-Pistole mit dem Namen "XBG" die von der UMAREX Sportwaffen GmbH&Co.KG vertrieben wurde.
Im ersten Moment war ich schon sehr skeptisch als ich den Preis von 33,53 Euro sah und dachte das es sich dabei entweder um eine Schreibfehler beim Onlineshop handelte oder die Pistole muss von der Verarbeitungsqualität sehr bescheiden sein.
Ich stellte einige Nachforschungen im Internet an und stieß bei Youtube auf einen Hobbyschützen der die Pistole in einem seiner Videos vorstellte und damit Testschüsse abgegeben hat.
Nach dessen Aussagen sei sie garnicht so schlecht und für das Plinking auf Dosen brauchbar und auch die Qualität sei in einem annehmbaren Bereich sofern man keine zu hohen Ansprüche stellt.
Nachdem ich noch einige Tage darüber nachgedacht hatte war ich bereit ein wenig Geld dafür zu opfern und bestellte die XBG Pistole.
Ein paar Tage später erhielt ich ein Paket mit der Pistole, 50 Co2 Kapseln und 3000 Stahl BBs und dann machte ich mich daran die Pistole mal ordentlich zu testen was mir auch viel Spaß bereitete und ich war von der Qualität der Pistole total überrascht weil ich bei diesem Preis wirklich nicht viel mehr als Schrott erwartet hatte aber davon erfährt ihr im weiteren Bericht.


Die Verpackung:

Wie man auf dem darunter liegenden Bild sehen kann ist die XBG in einem normalen Karton verpackt und wird nicht wie in den USA in einer transparenten Blisterverpackung geliefert.




Im Karton befindet sich nichts weiter als die Pistole mit eingelegtem Magazin und einer mehrsprachigen Bedienungsanleitung.
Durch die Kartoninnenkonstruktion ist die XPG durch ungewolltes herumrutschen in der Verpackung gesichert und zusätzlich wurde die Pistole noch mit einem kleinen Stück Luftblasenplastik vor unsanften Transportbedingungen geschützt.



Die Verarbeitung und die Bedienteile:

Wenn man die Pistole aus der Verpackung heraus nimmt fällt einem sofort auf das bis auf den Abzugszüngel alles aus Plastik besteht.
Das Plastik ist bis auf ein paar Nähte wo die Pistole zusammengefügt wurde ganz gut verarbeitet.
Man findet auch einige angedeutete Bedienelemente wie hier im Bild den angedeuteten Schlittenfanghebel.



Ebenfalls nur ein Fake ist der auf der Rückseite befindliche Spannzustandsanzeiger der anscheinend bei echten Schusswaffen dieser Bauart anzeigt ob die Waffe schußbereit ist.
Wenn man auf der Rückseite einen genaueren Blick wagt bemerkt man die Naht an der das Griffstück zusammengefügt wurde.
Die im Bild ebenfalls zu sehende Visierung ist aus Plastik und nicht verstellbar was aber bei solch einer preiswerten Pistole die nur zum Plinking benutzt werden sollte mehr als ausreichend ist.
Die Kimme hat zwar auf der Oberseite eine kleine Kreuzschraube die aber anscheinend nur dekorativen Zwecken dient oder möglicherweise den nicht beweglichen Schlitten am Rest der Waffe fixiert.
Das Korn ist zwecks besserer Zielmöglichkeit mit einem weißen Farbpunkt versehen worden das zumindest mir das zielen auf Objekte mit dunklem Hintergrund erleichtert.



Ebenfalls eine Fälschung ist der Magazinschuh der fix mit dem Griffstück verbunden ist und so gestaltet wurde das der von unten zugängliche Kapselschraubmechanismus gut verborgen wird.
Das Griffstück selbst ist von der Oberfläche an den wichtigen Stellen aufgeraut und mit kleinen Flächen und Rillen ausgestattet worden was das halten der Pistole etwas angenehmer macht.



Wenn man am Griffstück fester zupackt bemerkt man aber ein leichtes knartzen was durch die Konstruktion des Co2-Kapseldeckels bedingt ist da dieser nur durch einen kleinen Plastikschnapphacken verriegelt wird und einfach durch ziehen am Unterteil des Griffstückes geöffnet wird.
Wenn der Kapseldeckel offen ist bemerkt man die einfache aber gut funktionierende Kapselspannvorrichtung wobei man im inneren der Pistole auch sieht dass das Innenleben dieser Pistole doch nicht nur aus billigem Plastik besteht was doch auf ein Mindestmaß an Haltbarkeit hindeutet.





Auf dem Schießstand:

Das beladen der XBG mit Co2-Kapseln funktioniert sehr einfach indem man die Kapsel einfach in den dafür vorgesehenen Schacht legt und dann mit der Spannschraube solange zudreht bis die Kapsel angestochen wird was sich durch ein kurzes zischen bemerkbar macht.



Wenn die Kapsel angestochen ist braucht man nur noch das Stangenmagazin mit 19 Stahl-BBs im Kaliber 4,5mm zu befüllen und schon steht dem Schießspaß nichts mehr im Weg.
Das Magazin wird aber nicht von oben befüllt sondern hat im unteren Bereich ein Loch wo man die BBs einfach zuführen kann.
Der Magazinschieber kann zur Schohnung der Fingernägel einfach ganz nach unten gezogen und eingerastet werden.



Nachdem das Magazin befüllt wurde braucht man nur leicht gegen den unten im Magazin hervorstehenden Knopf drücken und der Magazinschieber schnellt wieder nach oben wo er die Stahl-BBs nach oben drückt und die Ladeöffnung gleichzeitig verschließt.
Wenn man die volle Magazinkapazität von 19 Stahlrundkugeln nutzen möchte muss man beim Laden das Magazin immer ein wenig hin und her schwenken damit die Munition sich auch gleichmäßig im Magazinschacht verteilt wie man es auf dem unteren Bild sehen kann.




Da die XBG jetzt fertig geladen ist braucht man nur noch den auf der rechten Seite liegenden Sicherungsschieber ein wenig hineinzudrücken und dann nach hinten zu schieben und die Pistole ist entsichert und somit schußbereit.



Das Schießen selbst funtkioniert ohne Probleme und man kann bei ca. 15 Grad Umgebungstemperatur bis zu 10 Magazine mit je 19 Schuss abgeben was mich selbst überrascht hat das die XPG so sparsam mit dem Co2 umgeht und trotzdem genug Power hat um den Boden einer Katzenfutterdose zu lochen.



Die Präzision der Schüsse ist durch das Können des Schützen sehr variabel aber ich habe bei meiner besten Serie Streukreise von ca. 4 cm auf 5 Metern Entfernung schaffen können und das im frei stehenden Anschlag.
Wenn man schnellere Serien schießt sind die Streukreise immer noch klein genug um eine WC Papierrolle, Dosen oder Objekte von der Größe einer Zigarettenpackung sicher zu treffen.



Der Abzug hat einen langen etwas schwergängigen Vorweg und wenn der Abzugszüngel fast schon am Anschlag ist löst die Abzugsmechanik einfach aus ohne das man einen Druckpunkt zu spüren bekommt.
Sowas ist sicher nicht optimal zum Scheibenschießen aber dafür wird man etwas anderes benutzen als eine Pistole dieser Preisklasse die dazu noch Stahl-BBs verschießt.
Mir viel auf das beim Betätigen des Abzuges der Lauf etwa 1 cm aus der Pistole hervorkam und dann beim Auslösen des Schusses blitzartig wieder zurück schnellte.
Nach ein wenig Recherche im Internet stellte sich heraus das diese Funktion normal ist und zu den mechanischen Gegebenheiten dieser Pistole gehört.
Wer sich mehr dafür interessiert soll im Internet nach der Firma Wingun und deren Airsoftwaffen suchen wo dieses Funktionsprinzip bei deren Co2-Pistolen benutzt wird.






Zusammenfassung und persönliche Empfehlung:

Ich muss sagen das ich von der Umarex XBG echt überrascht war.
Um den Preis von 33,53 Euro die ich bei Begadi dafür bezahlt habe war ich fest überzeugt das ich nur den billigsten Schrott erhalten würde aber als ich eine gut funktionierende Co2-Pistole zum Plinking in Händen hielt änderte ich sofort meine Meinung.
Solange man keine zu hohen Ansprüche auf das Äußere der Pistole legt und über kleine Verarbeitungsmängel hinwegsehen kann der hat mit der Umarex XBG eine gute Pistole in der Hand mit der es immer wieder Spaß macht Dosen zu lochen oder Plastikkleinkram kaputt zu schießen.
Ich jedenfalls werde die XBG sicher noch des öfteren auf meinen Hobbyschießstand mitnehmen und sie sicher nicht wie so manch anderes Produkt am Waffenständer verstauben lassen.



Ich hoffe euch hat mein Testbericht gefallen und konnte euch als Entscheidungshilfe für den nächsten Waffenkauf dienen.

Mit freundlichen Grüßen
Earthling